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Anbieter-AGB

AGB Anbieter

Besondere Geschäftsbedingungen für Anbieter auf der WebKiez-Plattform

Stand: 30.09.2017

1. Geltungsbereich

Für die Geschäftsbeziehungen zwischen einem Anbieter, der die Online-Plattform WebKiez UG als WebKiez-Marktplatz nutzen möchte (im Folgenden Anbieter oder Verkäufer), und der WebKiez UG (haftungsbeschränkt), Beuthstr. 23, 13156 Berlin (im Folgenden Plattformbetreiber) gelten ergänzend zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Nutzung der Plattform WebKiez UG die nachfolgenden besonderen Nutzungsbedingungen für Anbieter (Anbieter-AGB).

2. Besondere Pflichten der Anbieter gegenüber WebKiez UG

2.1 Gesetzliche Vorschriften

Der Anbieter verpflichtet sich, die gesetzlichen Vorschriften einzuhalten. Dies gilt insbesondere für die Vorhaltung rechtskonformer Impressumsangaben sowie der Widerrufsbelehrung, die Angabe korrekter Preise und die Einhaltung von u.a. der Preisangabenverordnung, der korrekten Ausweisung der Mehrwertsteuer und der Angabe von Versand- oder Lieferkosten.

2.2 Eigene AGB

Im Falle der Einbindung von eigenen AGB ist der Verkäufer verpflichtet, diese auf mögliche Widersprüche mit den AGB des Plattformbetreibers zu prüfen und Widersprüche aufzulösen. Etwaige Folgen - auch und insbesondere durch eventuelle Rechtsstreitigkeiten, die den Vorrang von sich kollidierenden Regelungen betreffen - aus unaufgelösten Widersprüchen hat alleine der Anbieter zu tragen und zu verantworten und stellt den Plattformbetreiber von eventuell entstehenden diesbezüglichen Kosten grundsätzlich frei.

2.3 Liefer- und Versandkosten

Der Verkäufer hat für seine eingepflegten Artikel die möglichen Liefer- und Versandoptionen einzugeben und klar zu kommunizieren, welche Kosten für die verschiedenen Optionen entstehen. Weichen die Liefer- oder Versandkosten eines Artikels von den allgemeinen ab, ist der Anbieter verpflichtet, diese entsprechend auszuweisen. Wenn diese Mitteilung nicht erfolgt und Mehrkosten durch den Transport oder den Versand einer besonders schweren und/oder sperrigen Ware entstehen, hat der Anbieter diese Mehrkosten alleine zu tragen. Unterliegen die Waren einer Altersbeschränkung ist der Verkäufer verpflichtet sicherzustellen, dass nur ein Zustellprozess mit Altersverifikation zum Versand bzw. der Lieferung der Waren gewählt werden kann.

3. Einstellung von Angeboten in die Plattform

3.1 Schnittstellen und Eingabemöglichkeiten

Der Plattformbetreiber bietet den Verkäufern drei Möglichkeiten, ihre Angebote in die Plattform zu speisen:

  • Manuell über das im Anbietercockpit verfügbare Eingabeformular,

  • über den Upload einer definierten Tabelle im CSV-Format deren Vorlage zum Download auf der Plattform bereitgestellt wird oder

  • mittels Schnittstelle zu externen Systemen.

Derzeit bieten wir die Anbindung mittels Schnittstelle des PrestaShop-Shopsystems an. Über ein kostenloses Modul synchronisiert der so angebundene Shop die Artikel mit der Plattform. Soll ein kundeneigenes Warenwirtschaftssystem angebunden werden, so kann entweder eine kundenspezifische Schnittstelle kostenpflichtig realisiert werden oder über die Anbindung der Warenwirtschaft an PrestaShop die Anbindung an die Marktplatz-Platform geschaffen werden. Der Plattformbetreiber leistet keine Gewähr und übernimmt keine Haftung hinsichtlich der Funktionalität der Schnittstelle.

4. Lieferung von Waren

Grundsätzlich sind die auf der Plattform angebotenen Artikel lieferbar. Vom Anbieter eingestellte Waren sind deshalb von ihm vorrätig zu halten.

4.1 Vergriffene Ware

Ist eine Ware vergriffen oder aus anderen Gründen nicht mehr erhältlich, ist der Verkäufer verpflichtet, die Ware aus dem Angebot zu entfernen oder auf "unsichtbar" zu schalten (Sichtbar = "off").

4.2 Ware mit Lieferzeit

Ist die Ware nur kurzfristig nicht vorrätig oder kann sie online mit einer Vorlaufzeit bestellt werden, so ist der Verkäufer verpflichtet, diese Lieferzeit entsprechend zu vermerken. Die Lieferung per Lieferdienst oder Abholung durch den Kunden ist in diesem Falle nicht möglich.

4.3 Bestellüberwachung & Bereithaltung

Der Verkäufer verpflichtet sich, innerhalb seiner Geschäftszeiten stetig sein Emailpostfach auf eingehende Bestellungen zu überprüfen. Sollte es Probleme bei der Erfüllung der Bestellung geben, die den Lieferdienst betreffen, so hat der Verkäufer den Lieferdienst davon umgehend in Kenntnis zu setzen.

Der Verkäufer ist verpflichtet, die aus der Plattform eingehenden Bestellungen umgehend zu bearbeiten, so dass eine Abholung und ggf. Zustellung am selben Tag möglich wird oder ein Versanddienstleister die Ware am selben Tag abholen und am nächsten Tag zustellen kann.

Der Verkäufer trägt dafür Sorge, dass zwischen eingehender Bestellung und verpackt bereitgestellter Ware weniger als 2h vergehen bzw. die Ware direkt am kommenden morgen bereit steht, wenn die Bestellung nach 16 Uhr eingegangen ist.

4.4 Verpackung & Status

Je nach gewählter Zustellart hat der Verkäufer für eine geeignete Verpackung der Ware zu sorgen. Im Falle der Abholung durch Kunden oder Lieferdienst ist die Verpackung deutlich mit der Bestellnummer der Bestellung zu kennzeichnen, so dass der Abholer "seine" Ware eindeutig identifizieren kann. Zudem muss dem Abholer innerhalb der Öffnungszeiten Zugang zum Lagerort der bestellten Ware ermöglicht werden. Wird im Rahmen der eingehenden Bestellungen der Versandweg "Abholung" oder "Lieferdienst" gewählt, so hat er nach Bearbeitung der Bestellung über sein Anbietercockpit zu signalisieren, dass die Ware abholbereit ist. Dabei werden der genaue Abholort und die Bestellnummer dem Abholer per Email mitgeteilt. Wird die Ware über einen Versanddienstleister versendet, hat der Verkäufer in seinem Cockpit den Bestellstatus auf "Ware versandt" zu ändern.

4.5 Reservieren der Ware

Bietet der Verkäufer die Reservierung von Waren an, so hat er für die von ihm angegebene Reservierungszeit die Ware für den Kunden, der die Reservierung getätigt hat, bereit zu halten.

5. Widerruf einer Bestellung

Macht ein Kunde von seinem Widerrufsrecht Gebrauch, verpflichtet sich der Verkäufer, für die ordnungsgemäße Rückabwicklung des Kaufs über den Zahlungsdienstleister zu sorgen. So wird sichergestellt, dass der Kaufbetrag inkl. der Vermittlungsprovisionen für das Bezahlsystem zurückerstattet werden kann. Erstattet der Verkäufer dem Käufer den Betrag in bar oder anderweitig an der Plattform vorbei, verliert er den Anspruch auf die Rückerstattung der Vermittlerprovision. Der Plattformbetreiber kann dem Verkäufer eine Rückabwicklungsgebühr berechnen.

6. Kosten der Teilnahme

6.1 Grundgebühren

Für die Nutzung des Marktplatzes wird eine monatliche Grundgebühr (Betriebskosten) erhoben. Die Höhe ergibt sich jeweils aus der Vereinbarung zwischen dem Teilnehmer und dem Plattformbetreiber. Die Kosten werden monatlich fällig und mittels SEPA-Lastschrift eingezogen.

6.2 Einrichtungskosten

Neben den monatlichen Grundgebühren werden einmalige Einrichtungskosten fällig, die sich ebenso aus der Vereinbarung zwischen Teilnehmer und Plattformbetreiber ergeben. Über die Einrichtungskosten kann redaktioneller Service und Hilfe bei der initialen Erstellung des Plattform-Eintrags des Anbieters abgedeckt werden.

6.3 Transaktionskosten

Für die Abwicklung der Zahlungen über den angebundenen Payment Service Provider wird pro Bestellung ein Prozentsatz vom Netto-Warenwert berechnet, der zwischen 8 und 15% liegt. Der gültige und verbindliche Prozentsatz wird in der Vereinbarung zwischen Teilnehmer und Plattformbetreiber festgeschrieben.

6.4 Kosten für Reservierungen

Für das "Reservieren" über die Plattform können ebenfalls Kosten anfallen, die in der Vereinbarung zwischen Teilnehmer und Plattformbetreiber festgeschrieben werden.

6.5 Sonstige Kosten

Der Plattformbetreiber bietet den Teilnehmern noch weitere Möglichkeiten, auf seine Angebote aufmerksam zu machen, beispielsweise durch die besondere Hervorhebung der Artikelauflistung, die präferierte Auflistung, Werbebanner auf der Plattform oder Push-Mitteilungen oder Location Based Services in der Smartphone-App. Diese Kosten treten nur bei Inanspruchnahme auf und sind in der Vereinbarung zwischen Teilnehmer und Plattformbetreiber aufgelistet oder direkt im Anbietercockpit unter den dort gelisteten Bedingungen online buchbar.

7. Abrechnung zwischen Anbieter und Marktplatz

Die unter 6. aufgelisteten Kosten der Teilnahme am Marktplatz (6.1, 6.2 und 6.5) werden dem Teilnehmer über SEPA-Lastschrift abgebucht und in Rechnung gestellt. Es erfolgt keine Verrechnung mit über durch Kundenkäufe generierten Umsätzen. Bei Transaktionen, die Über den Payment Service Provider (PSP) abgewickelt werden (6.3, ggf. 6.4) sowie Rückabwicklungen, erfolgt die Verbuchung und Verrechnung direkt auf dem Kundenkonto des PSP.

8. Änderung der Nutzungsbedingungen

Der Lieferdienst behält sich das Recht vor, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen mit Wirkung für die Zukunft insbesondere in den folgenden Fällen zu verändern:

  • Verbesserung oder Erweiterung der Angebote & Services zu Gunsten der Nutzer

  • Änderung der Rechtsprechung oder gesetzlichen Grundlagen

  • Moderate Preisanpassungen bedingt durch die Änderung der Marktlage

Über eine Änderung der Nutzungsbedingungen informiert der Lieferdienst auf der Website und per Email. Der Nutzer kann diesen Änderungen innerhalb von 4 Wochen nach Zustellung der Mitteilung ausdrücklich widersprechen. Erfolgt kein Widerspruch, werden die Änderungen wirksam. Erfolgt ein fristgerechter Widerspruch, bleibt der Vertrag zu unveränderten Bedingungen bestehen. Das Recht zur Kündigung durch den Lieferdienst bleibt dabei unberührt.